Beihilfen Wildschäden - Imkerei

Sehr geehrter Imkerbund,

wie vereinbart übersende ich ihnen den aktuellen Stand der Dinge, was die Beitragsrichtlinien betrifft.

Wie schon am 12. Januar 2017, um 14:19 Uhr per Mail mitgeteilt, sind heuer neue Richtlinien für Beihilfen bei Wildschäden oder für deren Vorsorge in Kraft gegangen, weil die bestehenden Beitragsrichtlinien an die Vorgaben der EU-Rahmenregelung angepasst werden mussten. Es muss unterstrichen werden, daß die EU klar und deutlich vorgibt, dass die öffentliche Verwaltung nicht Entschädigungen zahlen darf, wenn keine zumutbaren Vorbeugemaßnahmen ergriffen worden sind. Das bedeutet selbstverständlich, daß im Allgemeinen die Vorbeugemaßnahmen den Vorrang bekommen müssen. Aus diesem Grund, aber auch darum, weil ständige Schäden für jeden Tierhalter oder Landwirt frustrierend sind, appellieren wir verstärkt auf Prävention.

Betreffend Bienenhaltung sind folgende Maßnahmen bzw. Neuerungen vorgesehen:

Vorbeugemaßnahmen:
- Erhöhung des Beitragssatzes für bärensichere Umzäunungen von Bienenständen von 50 auf 70%
- weiterhin auch unentgeltliche Leihe möglich (für Gebiete mit ausnahmsweiser Bärenpräsenz bzw. im Dringlichkeitsfall)
- Gesuche jährlich von 1. Jänner bis 31. Mai
- Anschließend wird bei nicht ausreichenden Geldmitteln eine Rangordnung aller Gesuche für Vorbeugemaßnahmen vor Wildschäden erstellt, wobei die Maßnahmen betreffend Großraubtiere allerdings stets Priorität haben

Wildschadensvergütungen:
- Gesuchsformular ist neu, Vor-Ort-Überprüfung durch Forstbeamten wie bisher
- weiterhin 100% Vergütung anhand der Richtpreise
- Schäden an nicht oder mangelhaft vor Bärenübergriffen geschützten Bienenständen im Gebiet südlich von Meran und westlich der Etsch (Ulten, Deutschnonsberg, Mendelkamm) werden nicht mehr vergütet
- auch nicht vergütet werden Schäden an Bienenständen, wenn ein Beitrag für Verhütungsmaßnahmen gewährt wurde, diese aber nicht fachgerecht errichtet bzw. instand gehalten wurden (gilt nur bei groben Mängeln)

Detaillierte Informationen zu den Beihilfen wie auch die Gesuchsformulare können nach Inkrafttreten der Richtlinien demnächst auf der website des Amtes für Jagd und Fischerei http://www.provinz.bz.it/forst/wild-jagd/wild-jagd.asp abgerufen werden. Auskünfte auch unter der Tel.Nr. 0471/415170.

Wie schon im gemeinsamen Treffen am 13. Juli mehrmals wiederholt, mit vollem Verstand für die erschwerenden Leistungen, die das Treffen von Vorbeugemaßnahmen vonseiten der Imker verlangt, ist dieser Weg einfach unweigerlich.


Mit freundlichen Grüßen
Luigi Spagnolli


 
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