Land regelt Wildschadensvergütungen und Beihilfen für Vorbeugemaßnahmen neu

Anlass für die Neuregelung war die Notwendigkeit, die bisherigen Richtlinien an die EU-Rahmenregelungen anzupassen. Soweit es sich um Staatsbeihilfen handelt, ist auch bei reinen Landesbeiträgen eine Notifizierung durch die EU-Kommission erforderlich. Dieses längere Verfahren wurde im Vorjahr durchlaufen und grünes Licht für die Umsetzung gegeben - Anfang des Jahres konnten die neuen Beihilfekriterien von der Landesregierung beschlossen werden.
Die EU-Vorgaben sehen vor, dass Beihilfen für Wildschäden nur dann gewährt werden dürfen, wenn in einem angemessenen Ausmaß Vorbeugemaßnahmen ergriffen worden sind. Das bedeutet, dass Beihilfen für Maßnahmen zur Vermeidung von Wildschäden der Vorrang eingeräumt werden muss. Des weiteren gibt die EU vor, dass die öffentliche Verwaltung keine Entschädigungen zahlen darf, wenn keine nachweisbaren Vorbeugemaßnahmen ergriffen worden sind.

a)Vorbeugemaßnahmen – Elektrozäune
Der Beitragssatz für eine bärensichere Umzäunung von Bienenständen wird von 50 auf 70 Prozent erhöht. Die Gesuche für diese Beihilfen können jährlich von 1. Jänner bis 31. Mai eingereicht werden.

b) Wildschadensvergütungen bei Bärenangriffen
Der Schaden muss von Mitarbeitern des Amtes für Jagd und Fischerei bestätigt werden, dann wird er zu 100 Prozent vergütet. Kein Anrecht auf Entschädigung haben Imker im Gebiet südlich von Meran und westlich der Etsch (Ulten, Deutschnonsberg, Mendelkamm sind Gebiete mit jährlicher Bärenpräsenz), die ihren Bienenstand nicht oder mangelhaft vor Bärenübergriffen geschützt haben.
Nicht vergütet werden Schäden an Bienenständen, wenn ein Beitrag für Verhütungsmaßnahmen gewährt wurde, diese aber nicht fachgerecht errichtet bzw. instand gehalten wurden; dies gilt nur bei groben Mängeln.

Verbessertes System bei Elektrozäunen bei Bienenständen
Erfahrungen haben gezeigt, dass das vom Amt vorgeschlagene Zaunsystem einen 95%igen Schutz vor Bärenangriffen gewährleistet. In der Nachbarprovinz Trient wurde ein verbessertes System erprobt, welches ein Eindringen eines Bären vollkommen verhindert. Dabei wird in einem Abstand von 50 cm vor dem eigentlichen Elektrozaun in einer Höhe von 50 cm eine weitere Litze gespannt. (siehe Abbildung)
Land regelt Wildschadensvergütungen und Beihilfen für Vorbeugemaßnahmen neu


 
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