Brixen

TÄTIGKEITSBERICHT
des Imkerbezirks
BRIXEN 2010

Der Imkerbezirk Brixen wurde 1898 gegründet und besteht somit seit über 112 Jahren.
14 Ortsgruppen mit insgesamt 384 Imkerinnen und Imkern betreuen 3900 Bienenvölker. Zur Zeit haben wir den grössten Mitgliederstand unserer Vereinsgeschichte.

Am 11. Januar fand in der landwirtschaftlichen Schule von Salern die alljährliche Bezirksversammlung statt, an der der Obmann Erich Larcher zahlreiche Ehrengäste sowie ca. 150 Imkerinnen und Imker begrüssen konnte. Nach dem Protokoll und dem Kassabericht machte der Obmann einen Rückblick auf 2009 sowie eine Tätigkeitsvorschau für 2010, das dem Jahr der Zucht gewidmet war.

Besonderen Wert legen wir auf die Aus- und Weiterbildung. Zwei Vorträge wurden in der Landwirtschaftlichen Schule von Salern abgehalten sowie mehrere praktische Vorführungen beim Vereinsstand über Jungvolkbildung. Mehrere Jungimker besuchten auch den 90-stündigen Grundkurs in Dietenheim und konnten diesen positiv abschliessen. Insgesamt 6 Imker besuchten die Ausbildung zum Gesundheitswart. So erhöhte sich die Anzahl der Gesundheitswarte im Bezirk auf 15 Personen, die bei Fragen oder Krankheiten der Bienenvölker den Imkern zur Seite stehen. Besonders freut es mich, dass wir eine neue Wanderlehrerin, nämlich Frau Michela Krausen aus Vahrn in unserem Bezirk haben, denn sie steht uns für die Belange und Weiterbildung zur Verfügung. Zu Ihrem Abschluss möchte ich ihr herzlichst gratulieren.

Grosses Interesse zeigten die Neuimkerinnen und Imker der letzten Jahre, die zu einer Standbegehung eingeladen wurden. Als Ansporn erhielten alle Teilnehmer Weiselzellen geschenkt. Anlässlich dem „ JAHR DER ZUCHT“ im Bezirk Brixen wurden 280 Apideakästchen verteilt, die sehr gut zum Einsatz kamen. So organisierte der Vorstand eine eigene Lehrfahrt für Züchter und Interessierte zum Wanderlehrer Marcel Klotz ins Ötztal. Am Nachmittag ging es weiter zum Wanderlehrer Ennemoser Martin nach Roppen, wo wir einen sehr aufschlussreichen Zuchtbetrieb besichtigen konnten und mit neuem Wissen und vielen guten Eindrücken nach Hause fuhren. Auch die jeweiligen Ortsgruppen organisierten zu diesen Thema zusätzliche Ausflüge zu einheimischen Züchtern unseres Landes und führten zahlreiche Standbegehungen durch.

Die Bezirkslehrfahrt ging nach Nordtirol zum Imker Spornring Alois auf den Weerberg der Gemeinde Wattens. Trotz schlechtem Wetter konnte mancher Imker vieles sehen und dazulernen. Nach dem Mittagessen ging die Fahrt nach Kramsach zum Tiroler Bauernmuseum, wo wir bei inzwischen schönem Wetter das alte Tiroler Bauernleben kennenlernten. So war es sicher eine gelungene Fahrt, die alle in guter Erinnerung bleibt.
Der Höhepunkt war sicher Anfang September der 86. deutschsprachige Imkerkongress in Bruneck. Viele Imkerinnen und Imker des Bezirkes nutzten die Tage, um sich durch die gut ausgewählten Vorträge weiterzubilden. So mancher Imker entdeckte auf der Ausstellung einige Neuigkeiten und nützte die Gelegenheit, sich das eine oder andere anzueignen. Zu einem solch gelungenen Kongress kann man den Veranstaltern nur gratulieren.

Die Ortsgruppe Brixen organisierte auch heuer wieder den königlichen Umzug in Natz, an dem die Imker immer mit einen Festwagen und der Südtiroler Honigkönigin vertreten sind. Teilgenommen wurde auch am Erntedankumzug im Oktober.

Den Bezirksbienenstand nutzten auch einige Schulklassen, um die Wunderwelt Bienen kennen zu lernen und in die interessante Tätigkeit des Imkers Einblick zu nehmen. Die Zucht von Weiselzellen und Königinnen aus ausgewählten Reinzucht Müttern wurde von den Imkern des Bezirks sehr gut angenommen. Leider gab es in unseren Bezirk einen Fall von bösartiger Faulbrut. Durch die gute Zusammenarbeit der Imker mit den Gesundheitswarten konnten jedoch innerhalb eines Tages 270 Bienenvölker kontrolliert und die kranken Völker saniert werden. Zur Beruhigung aller Betroffenen und Interessierten fand noch eine Aussprache für Fragen und Klärungen mit dem Amtstierarzt Dr. Robert Tauber statt.

Was mich besonders freut, ist die rege Tätigkeiten in den Ortsgruppen und die Weiterbildungsangebote, die Standbegehungen und die Ausflüge, die auch dort organisiert werden. Diese sind vor Ort für die Zusammenarbeit und für den Zusammenhalt sowie für den Imkernachwuchs sehr wichtig. Allen Vorständen der Ortsgruppen gebührt dafür ein großer Dank.

Zum Schluss übermittle ich noch einen besonderen Dank und ein Vergeltsgott an den Bezirksvorstand mit allen Ausschussmitgliedern für die gute Zusammenarbeit.

Nun wünsch ich allen Imkerinnen und Imkern viel Gesundheit für das Jahr 2011 und noch viele erfolgreiche Stunden bei ihren Bienen.

Euer Bezirksobmann Erich Larcher

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