Gröden

Tätigkeitsbericht Imkerbezirk Gröden

Nach der Generalversammlung mit Neuwahlen vom 30.Jänner hat sich der neugewählte Ausschuss im Februar zu seiner ersten Sitzung zusammengefunden. Der bestätigte Obmann Demetz Fabian und die Ausschussmitglieder Kostner Karl, Kostner Pauli, Demetz Georg, Senoner Ulrich, Salcher Thaddäus, Lardschneider Matthias, Lardschneider Karl und die neugewählten Mitglieder Senoner Daniel und Lageder Siegfried haben in dieser ersten Sitzung verschiedene Aufgaben übernommen. Kostner Karl ist Kassier, Lardschneider Karl Schriftführer, Demetz Georg kümmert sich um den Vereinsbienenstand, Kostner Pauli (Vizeobmann) und Demetz Fabian betreuen die Grödner Stöcke, Senoner Ulrich und Lardschneider Matthias die Magazinstöcke. Alle Ausschussmitglieder haben ihre Unterstützung bei allen anfallenden Tätigkeiten zugesagt.
Der Wanderlehrer Robert Gander hat uns am 23. April zum traditionellen Frühjahrsvortrag besucht. Mit Fachwissen und schönen Bildern hat er uns einen Einblick über die verschiedenen Arbeiten welche an einem Bienenvolk während des Jahres durchzuführen sind, gezeigt. Nebenbei hat er für die bevorstehende Honigernte einige Tipps für eine fachgerechte Honiggewinnung und Verarbeitung gegeben.
Der Ausflug des Imkerverein Gröden hat uns dieses Jahr in das benachbarte Gadertal geführt. Unser Ziel war die Imkerei der Fam. Vanzi in St. Martin. Wir staunten nicht schlecht als an diesem Tag 20 cm Schnee die Landschaft weiß färbte, aus diesem Grund mussten wir die geplante Fahrroute über den Grödnerjoch in das Pustertal verlegen. Die Fam. Vanzi hat uns in ihrer Bar recht herzlich empfangen. Herr Vanzi und sein Sohn Manfred gaben uns Einblicke in Ihre Imkerei. Sie haben uns auch über die geschichtliche Entwicklung unseres Nachbarbezirkes Ladinia erzählt. Zum Glück kam die Sonne zum Vorschein und wir konnten die Völker besichtigen. Zum Mittagessen fuhren wir zur benachbarten Gemeinde Longiarù, wo wir freundlich empfangen und bedient wurden. Am Nachmittag war die Besichtigung des Museum Ladin auf dem Programm. Viele der Anwesenden haben zum ersten Mal diese Recht interessante Ausstellung besucht. Die Heimreise konnten wir wie geplant über den Grödner Joch antreten.
Die HL. Messe für die Ambrosiusfeier wurde am 07.12 in der Kirche von St. Ulrich feierlich gestaltet. Die Wirte des Hotel Cosmea haben uns wie immer mit einem köstlichen Abendessen verwöhnt. Zur Unterhaltung hat der Verein einen Ableger, einige Königinnen und Sachpreise für eine Tombola zur Verfügung gestellt. Eine Vertretung des Imkerbezirks Gröden hat die Imkerkerze zur Beerdigung des Imkers Herrn Schrott aus Bruneck gebracht.

Tätigkeiten am Vereinsbienenstand
Die kalten Temperaturen bis Anfang März haben einen Reinigungsflug verhindert. Dazu kam noch die späte Tracht mit viel Melizitosehonig aus dem Vorjahr dazu. Die Völker waren dementsprechend schwach oder bereits gestorben. Mit viel Hoffnung wurde deshalb am 13.März in die Obstblüte gewandert. Leider konnten sich die schwachen Völker nur langsam erholen.
Am 8. April wurden alle Altwaben aus den abgestorbenen Völkern entsorgt. So etwas haben wir in Gröden noch nie erlebt. Ein Imker mit Erfahrung mit dem Obstbau hat am 29. April die Apfelbäume am Vereinsbienenstand fachgerecht zurechtgeschnitten. An den darauffolgenden Tagen sind unsere Bienen von der Obstblüte zurückgekehrt. In dieser kurzen Zeit haben sich die Völker nicht so entwickelt wie von uns erhofft. Am 2. Mai hat eine Schlechtwetterperiode angefangen, die über drei Wochen gedauert hat. Bienenflug gab es in dieser Zeit wegen der kalten Temperaturen sehr wenig. Am 5. Mai wurden unsere Stöcke gefüttert.
Am 12. Juni wurden an unserem Bienenstand große Arbeiten durchgeführt. Die alte, fast eingestürzte Mauer wurde entfern, nach hinten verschoben und neu gebaut. So haben wir eine große waagrechte Fläche vor unserem Bienenhaus geschaffen. Das Wetter war schön und sehr warm, die anfliegenden Bienen haben mit gelegentlichen Stichen die Arbeiter unterbrochen. Eine schöne Bank und ein Tisch geben den Imkern nun die Möglichkeit gemütlich zu sitzen. Als Zeichen der Dankbarkeit wurden alle mithelfenden Imker zu einem Grillessen am Vereinsstand eingeladen.
Schlussendlich hat die Tracht angefangen, in nur 2 Wochen haben die Bienen die Honigräume vollgemacht.
Am 12. Juli konnten wir schleudern. Bedenkt man der Schwierigkeiten dieses Jahres, können wir mit der Ernte zufrieden sein. Als Dank für die große Arbeit wurden alle beteiligten zu einer Pizza eingeladen.
Am 16. Juli wurden das Bienenfutter und die Medikamente ausgeteilt und mit dem Auffüttern begonnen. Es war höchste Zeit an die Varroa zu denken. Die erfolgreiche Sommerbehandlung lässt auf gesunde Winterbienen hoffen. Einige Völker sind mit vielen abgefallenen Varroen aufgefallen.
Obwohl die Königinnen alle sehr jung waren wurden sie ausgewechselt, da sie im Frühjahr die Volksentwicklung nur schleppend vorangetrieben haben.
Ab Mitte April bis Ende September ist der Bienenstand für die wöchentlichen Treffen am Donnerstagabend für alle Imker zugänglich.
Alle Völker wurden gut für den Winter vorbereitet, eine weitere Behandlung bei Brutfreiheit wurde durchgeführt. Mit viel Hoffnung können wir in das kommende Jahr blicken.
Auf diesem Wege wollen wir uns bei allen Ausschussmitgliedern und Imkern, die auf unserem Verein geholfen haben recht herzlich bedanken.
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