Jahresbericht 2014

Tätigkeitsbericht des Vereinsjahres 2014

Generalversammlung 2014
Am 21. Februar fand um 18 Uhr im Saal der Feuerwehr in Dietenheim die Generalversammlung statt, an der der Bezirksausschuss, die Ortsobmänner, deren Stellvertreter und die Delegierten teilnahmen. Erich Larcher war als Vertreter des SIB anwesend. Auf der Tagesordnung standen die Tätigkeitsberichte des Bezirksobmannes, des Gesundheitswartes, der Kassabericht und die Entlastung des Kassiers.
Am 15.März fand in Terlan die Generalversammlung des SIB statt. Die Delegierten nahmen vollzählig an der Versammlung teil, der Obmann war leider verhindert .


Faulbrut
Eine für alle ImkerInnen unliebsame Vorstellung gab im heurigen Jahr die Faulbrut. Schon im Spätherbst 2013 schrillten die ersten Alarmglocken. In Gsies und im Ahrntal wurde die Faulbrut festgestellt, dann sind in Rasen Honigkranzproben mit Faulbrutsporen (**) festgestellt worden. Im Frühjahr hat der Bezirk in Zusammenarbeit mit dem Tierseucheninstitut und unter Vermittlung des LWL Andreas Platzer eine kostenlose Untersuchung von Honigkranzproben aus Bienenständen des ganzen Bezirkes durchgeführt. 34 Proben wurden untersucht und davon war eine (in Terenten) positiv, d.h. mit Faulbrutsporen befallen. Im Zuge einer genauen Untersuchung des betroffenen Bienenstandes durch die Gesundheitswarte des Bezirkes wurde am 18. April bei zwei Völkern der klinische Ausbruch der AFB festgestellt. Die Amtstierärztin Nicolina Ruggiero hat die Vernichtung der befallenen Völker und die Sanierung von zwei Ablegern angeordnet. Am 22.04.wurden die befallenen Völker samt Waben, Zargen usw. im Winnebachtal verbrannt und die beiden Ableger wurden saniert. Beteiligt waren die Gesundheitswarte Frieda und Franz und der Obmann von Terenten Josef Hilber. Frau Nicolina Ruggiero hat in Begleitung von Paul Oberhofer aus den fünf benachbarten Bienenständen Futterkranzproben entnommen und zur Untersuchung eingeschickt.
Auf Anordnung der Tierärztin Nicolina Ruggiero wurde an dem Bienenstand eines Wanderimkers in Montal eine zweimalige Untersuchung auf Faulbrut durch die Gesundheitswarte vorgenommen. Es wurde dabei kein klinischer Ausbruch der Krankheit festgestellt und der Imker konnte mit seinen Völkern weiterziehen.
Am 30. Juli wird wieder ein Fall von Faulbrut wieder in Terenten - aber bei einem anderen Imker - gemeldet. Bei der darauffolgen Untersuchung wird bei einem Volk der klinische Ausbruch der AFB festgestellt. Dott.essa Barandalise ordnete die Vernichtung des befallenen Volkes samt Waben und Zarge an und entnahm aus den restlichen Völkern Wabenproben. Die Untersuchung ergab bei vier von sechs Völkern eine starke Belastung mit Sporen (**). Der Besitzer verzichtete angesichts des fortgeschrittenen Jahreszeit – es war inzwischen September geworden - und der geografischen Lage (1200 m) auf eine Sanierung und vernichtete freiwillig den gesamten Bienenbestand.

Bienendiebstahl
Einem Imker aus Antholz wurde sein gesamter Wanderbienenstand samt Unterlagen in der Gemeinde Kiens gestohlen. Dank der Veröffentlichung in den „Dolomiten“ und dank eines Hinweises eines aufmerksamen Bauern aus dem Unterland konnte der Imker seine gestohlenen Bienen wiederfinden.

Weiterbildung
Angesichts der Faulbrutfälle in den Nachbarbezirken und des Sporenbefalls bei einem Imker in Rasen organisierte die Ortsgruppe Rasen am 16.Jänner für die Imker aus Rasen, Antholz und Olang (und auch andere) einen Vortrag von Andreas Platzer zum Thema Faulbrut.
Am 21. Februar konnte wir in Dietenheim den bekannten Bienenfachmann Klaus Wallner von der Universität Hohenheim begrüßen der uns äußerst interessante „Tricks und Kniffs für ein erfolgreiche Imkerei“ verriet. Gar etliche Imker unseres Bezirkes haben den Vortrag von Primar Dr. Christian Thuile in Toblach zum Thema „Bienen helfen heilen“ besucht.
In Dietenheim gab es Veranstaltungen zu foldenden Themen: Hygiene in der Imkerei, Umstellung auf biologische Imkerei, Königinnenzucht und Jungvolkbildung. Etikettierung und Verpackung von Bienenprodukten. Daneben gab es noch das Grundmodul für Imkerausbildung in Salern und Dietenheim.
Am 6. Juni fand in Dietenheim ein Infoabend zum Thama Varroabekämpfung, gehalten von Heinrich Gufler, statt. Aus aktuellem Anlass veranstaltete die Ortsgruppe Terenten am 10.Oktober einen Abend zum Thema Faulbrut, gehalten wiederum von Heinrich Gufler. Es nahmen daran auch Imker anderer Ortsgruppen teil. Am 13. November fand in der Feuerwehrhalle in Dietenheim ein mit 80 Imkern sehr gut besuchter Vortrag von Andreas Platzer zum „Kleinen Beutenkäfer“ statt. Daran nahmen auch Imker der Nachbarbezirke teil.

Lehrfahrten
Auf Einladung des Ortsobmannes von Pfunders Anton Oberhofer, der auch Bezirkskassier ist, besuchten Imker des Bezirkes am 06. Juli den Wanderstand auf der Bodenalm in Pfunders. Am 17.August führte uns die Lehrfahrt nach Hermagor in Kärnten zum 11. Österreichischen Honigfest. Auf dem Rückweg ging es mit unserem 50er Bus auf einem schmalen, kurvenreichen Sträßchen durch das untere Lesachtal nach Maria Luggau, wo wir kurz das bekannte Wallfahrtsheiligtum besuchten.

Mitgliederstand
Der Bezirk Bruneck hat z.Z. 11 Ortsgruppen, er zählt heuer 257 Mitglieder, das sind um 8 mehr als 2013. Sie betreuen 2387 Bienenvölker, das sind um 135 mehr als 2013 . Die Ortsgruppe Weitental hat leider mit Jahresende 2013 ihre Tätigkeit eingestellt . Sechs Mitglieder haben sich der Ortsgruppe Pfunders und die zwei Frauen haben sich der Ortsgruppe Vintl angeschlossen. Wir hoffen, dass sich die Weitentaler Imker in ihren neuen Ortsgruppen wohl fühlen

Honig
Die heurige Honigernte ist je nach Standort unterschiedlich ausgefallen. In den Tallagen unseres Bezirkes kann die Ernte als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Zwar war die Blütentracht im Mai sehr gering , doch gab es im Juni und Juli eine langanhaltende Waldtracht, wie sie bei uns schon lange nicht mehr vorkam. In höheren Lagen war die Tracht im allgemeinen unergiebig

Varroa
Die in den Vorjahren angewandten biotechnischen Bekämpfungsmaßnahmen wie Bannwabenverfahren oder gesamte Brutentnahme haben sich bewährt und wurden auch im Jahre 2014 wiederum empfohlen und zum Teil auch angewandt. Zusammen mit der Drohnenbrutentnahme im Frühsommer und der Restentmilbung im Spätherbst bilden sie das Rückgrat unserer Varroabekämpfung. Der Bezirk hat für das Bannwabenverfahren und die gesamte Brutentnahme einen Terminkalender verteilt. Der Varroadruck war während der Sommermonate gering, stieg dann im September / Oktober aber gewaltig an. Manche Imker verwenden weiterhin den Apistanstreifen. Der Bezirk hat auch heuer wieder die Verteilung der Varroabekämpfungsmittel durchgeführt.

Honigetiketten
Erstmals wurden heuer auch die neuerstellten Honigetiketten über den Imkerbund bestellt und verteilt. Es wurden in unserem Bezirk 114 Rollen zu 100 Etiketten verteilt.

Ausschuss
Im Bezirk haben wir 6 Ausschusssitzungen zur Besprechung und Vorbereitung der Tätigkeit abgehalten. Heuer waren es mehr, einige Male haben wir uns mit der Erstellung der Chronik befasst.
Als Bezirksobmann habe ich oder ein Vertreter des Bezirksausschusses an allen Versammlungen der Ortsgruppen teilgenommen, zu denen ich eingeladen war.

Hans Passler verfasst Chronik des Imkerbezirkes
Heuer war das Jahr der Chronik in unserem Bezirk. Viele ImekerInnen haben dazu etwas beigetragen. Der Bezirksausschuss befasste sich in mehreren Sitzungen damit. Die Ortsobfrauen und –männer haben die Geschichte ihrer Ortsgruppe erforscht, Fotos und Berichte gesucht und und zur Verfügung gestellt und damit einen wichtigen Beitrag zur Chronik geleistet. Ein Teil der Chronik ist den Ortsgruppen gewidmet. Der größte Dank geht natürlich an den Verfasser der Chronik, unseren Imkerkollegen Dr. Hans Passler. Ohne ihn wäre diese Chronik nicht entstanden. Wir hatten hier ein riesiges Glück, ihn als Verfasser zu gewinnen. Er ist kein Neuling auf diesem Gebiet. Er zeichnet als Autor mehrerer Publikationen: Das Dorfbuch von Percha: „Percha wie es einmal war“, der Kulturführer Percha, der Gebietsführer „Olang und Percha und da Dorfbuch Mühlbach- Tesselberg.

Neues Gründungsjahr
Hans Passler ist mit viel Schwung an die Arbeit herangegangen und hat uns gleich mit einer großen Überraschung konfrontiert. Er fand heraus, dass das Gründungsjahr des Imkerbezirkes das Jahr 1902 ist und nicht das Jahr 1905. Bisher galt das Jahr 1905 als Gründungsjahr. Dementsprechend waren bisher die Jubiläen gefeiert worden. Hans Passler war aber nicht nur der Autor des Buches, er hat sich auch um den Druck gekümmert und hat mit Rat und Tat zur Gestaltung der heurigen Ambrosiusfeier in seinem Heimatort Percha beigetragen. Er hat die ganze Arbeit ehrenamtlich gemacht und keine Honorar dafür angenommen. Als kleines Zeichen unseres Dankes und unserer großen Anerkennung haben wir ihm eine Statue des hl. Ambrosius überreicht.
Ein einmaliger Dank geht an die Sponsoren der Chronik, ohne deren Hilfe wäre die Herausgabe der Chronik nicht finanzierbar gewesen.

Ambrosiusfeier 2014
Am 07. Dezember 2014 fand im Vereinshaus in Percha die 57. Ambrosiusfeier statt. Pfarrer Norbert Slomp zelebrierte im festlich geschmückten Vereinshaus die Messe, die vom Männergesangsverein Percha mitgestaltet wurde. Zu der Feier hatten sich etwa 130 Imkerinnen und Imker des Bezirkes sowie viele Ehrengäste eingefunden: Altlandeshauptmann Luis Durnwalder, Senator Hans Berger, der Landtagsabgeordnete Albert Wurzer, der ehemalige Landesrat Hugo Valentin, die Bürgermeister Joachim Reinalter von Percha und Manfred Schmid von Terenten, der Bundesobmann Engelbert Pohl mit seinem Stellvertreter Albert Clementi und der Sekretärin Emma Mantinger , die Obmänner der Nachbarbezirke, die Tierärztin dott.essa Nicolina Ruggiero und der Autor der Chronik Dr. Hans Passler und noch andere. Drei Imker wurden für ihre 35-jährige Mitgliedschaft geehrt: Martin Großgasteiger, Albin Oberleiter und Josef Flöss. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Josef Bachmann, Anton Pichler, Daniel Taferner, Hubert Graber, Josef Innerhofer, Christof Peintner, Maria Unterpertinger und Walter Plankensteiner. Die Bienenmuchmedaille für 29 Jahre als Obmann in Antholz erhielt Othmar Berger. Abschließend stellte Hans Passler die von ihm verfasste Chronik vor. Mit dem gemeinsamen Mittagessen, garniert mit den süßen Nachspeisen der Imkerinnen und Imkersfrauen klang die Feier aus.
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