Jahresbericht 2014

Der Imkerbezirk Oberpustertal besteht aus 9 Ortsgruppen und betreut derzeit 183 Mitglieder mit 2009 gemeldeten Bienenvölkern. Geographisch erstreckt sich das Gebiet mit Mitgliedern von Rasen, Olang, den Seitentälern Gsies, Prags und Sexten und Haupttal bis Winnebach.
Für die Bienen war das Jahr 2014 alles eher als normal. Im Juni nagten die Völker am Hungertuch und insgesamt war das Pollenangebot mangelhaft bzw. die Bienen konnten durch die nasse Witterung nicht Pollen einsammeln. Trotzdem aber, wer die Völker betreute und nicht verhungern ließ, konnte eine im Durchschnitt noch recht akzeptable Ernte einfahren. Es gab Wald- und auch Hochgebirgshonig.

Gesundheitsmäßig konnte festgestellt werden, dass bei allen untersuchten Bienenvölkern in Gsies aber auch in Toblach, keine Sporen der bösartigen Faulbrut gefunden wurden. Lediglich im Herbst 2014 hatten manche Imker durch die Räuberei große Probleme. Es war immer sehr warm und sonnig und trotzdem gab es in der Natur kaum mehr etwas zu holen. Somit kam bei manchen Ständen eine gewisse Unruhe auf. Wie die Völker im Frühjahr ausgewintert werden steht noch in den Sternen, denn bis zum Schreiben dieses Berichtes (15.01.2014), hat es im heurigen Winter noch nie geschneit und teilweise war es untertags sehr warm. Die Völker fliegen sich trotz Fluglochblende kahl.

Verwaltungsmäßig hatten wir eher ein ruhigeres Jahr ohne besondere Initiativen. Man versuchte im Bundesausschuss sich einzubringen und zum Wohle der Imker mit zu entscheiden. Der Vorstand des Bezirkes traf sich offiziell viermal, der Bezirksausschuss dreimal zu Beratungen und Entscheidungen. Dabei wurden auch das Einsammeln der Mitgliedbeiträge, die Bestellungen und das Verteilen der Honigetiketten, der Varroamittel, das Verteilen der Betriebsmappe und das Verteilen des Materials der Schutzmarkenbenutzer durchgeführt.

Am Bezirkslehrbienenstand war im gesamten Sommer hindurch ein reges Treiben. Mehrere Gastgruppen besuchten uns aus Österreich, aus Deutschland, aber auch aus Südtirol. Die Grundschulkinder aus Niederrasen und aus einer Schule von Bruneck sowie mehrere Gruppen aus dem Jugend- und Kinderhort von Toblach waren zu Gast. Am 25. Mai waren zwei Gruppen anlässlich der Veranstaltung des SBB zum Thema „Der Bauernhof“ am Lehrbienenstand. Für die Imker des Bezirkes fand die monatliche Vortragsreihe zu den Themen: Jungvölkerbildung, zur Varroastrategie, zur Herstellung von Cremehonig und zur Einwinterung der Bienenvölker statt.

Ebenfalls am 25. Mai fand unsere Bezirks- Tageslehrfahrt mit 50 Teilnehmern durch das Pustertal und Drautal über den Gailpass zu einem sehr interessanten, in allerlei Hinsicht vielfältigen Imkerbetrieb in Förolach/Görtschach (unweit von Hermagor) zur Fam. Steiner/Rabitsch statt. Die Familie Steiner/Rabitsch versteht es, durch vielfältige, fachliche und kreative Weise, durch die Veredelung von Bienenprodukten ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Nach dem Mittagessen im Gasthof „Gailtalerhof“ wurden wir durch den „Wunderhof“ geführt, welcher sich auf die Veredelung von Bauernprodukten spezialisiert hat.

Am 07. Juni fand beim Imker und Ortsobmann von Taisten eine Standbegehung mit Hauptaugenmerk auf die Jungvolkpflege, die allgemeine Völkerführung des Betriebes statt. Es war dies eine sehr lehrreiche Standbegehung, wobei wir durch die Gemahlin von Riamund auch noch gut bewirtet worden sind.

Die alljährliche Ambrosiusfeier, heuer mit dem Thema: „Die Imker und Verwaltungsstruktur im benachbarten Osttirol“ durch Steiner Klaus in Taisten war bei über 100 Teilnehmern ein voller Erfolg.

Die Reinzuchtbelegstelle in der Rosslahne in Altprags wurde durch den SKZV wiederum in Betrieb genommen. Dabei sind wir insbesondere drei Personen zum Dank verpflichtet: Herrn Tasser Stefan für die Verantwortung der Drohnenvölker, Herrn Innerbichler Thomas für die allgemeine fachliche Koordination und Herrn Lercher Josef als sehr gewissenhaften Belegstellenbetreuer, wobei aber auch noch andere Imker sich eingebracht haben. Es wurden über 1800 Königinnen angeliefert und trotz der unbeständigen Witterung war die Begattung sehr gut. Es hat sich wiederum gezeigt, dass sich die Reinzuchtbelegstelle in der Rosslahne als sehr geeignet erweist.

Verschiedene Imker/innen nahmen an den Weiterbildungsveranstaltungen, an den Kursen der Südtiroler Imkerschule teil. Aber auch auf Bezirksebene konnten sich die Imker, wenn sie wollten weiterbilden, informieren, sich einbringen.

Alles im Allen war das Bienenjahr 2014 in vielen Facetten ein Besonderes. Die Vorstand-, die Ausschussmitglieder bemühten sich zum Wohle der Mitglieder einzubringen.

Als Bezirksobmann darf ich auch auf diesem Wege Allen, welche in irgendeiner Weise Mitgehilfen haben ein tausendfaches Dankeschön aussprechen.
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