Jahresbericht 2014

Die vier Ortsgruppen unseres Bezirkes Laurein-Proveis, Unsere liebe Frau im Walde-St.Felix, Tisens und Lana hatten am Ende des Jahres 2013 insgesamt 130 Mitglieder. Im Jahr 2014 sind zwei Mitglieder ausgetreten und zwei Mitglieder verstorben. Wir konnten 9 Neumitglieder dazugewinnen. Die insgesamt 135 Mitglieder betreuten im Jahr 2014 ca.1600 Bienenvölker.

Bienenjahr 2014: der Frühling war ideal da die milden Temperaturen bereits sehr früh Reinigungsflüge zuließen; nach der späten Tannentracht des Vorjahres war dies mit Sicherheit für viele Völker lebensrettend.
Ab Mitte Juni begann dann eine den ganzen Sommer anhaltende Schlechtwetterperiode. Die Folge war ein eher mäßiger bis zufriedenstellender Honigertrag.
Varroose: die meisten Imker hatten die Varroose im Jahr 2014 im Griff; es waren aber leider auch in diesem Jahr wieder Bienenverluste durch die Varroamilbe zu verzeichnen. Regelmäßige Milbenkontrollen und eine flächendeckende und zeitlich abgestimmte Behandlung könnten in Zukunft sicherlich derlei Verluste vermeiden helfen. Eine Hilfe in der Problematik könnte in Zukunft das mittlerweile auch in Italien zugelassene Ameisensäure-Polysaccharidgel MAQS sein dessen Technologie seit 1997 global getestet wird. Zur Zeit ist MAQS in Südtirol noch zu wenig erprobt um Erfolge zu verzeichnen.
Faulbrut: gemeinsam mit Tierarzt Dr. Salvatore Barone stand das Team der Gesundheitswarte Imkern bei Sanierungsarbeiten – Bienenerkrankungen (Faulbrut) zur Seite.
Feuerbrand: 2014 war in Südtirol allgemein kein gravierendes Feuerbrandjahr was vorwiegend auf die Wetterbedingungen während der Blüte zurückzuführen ist.
Apfeltriebsucht: warum die Apfeltriebsucht im Burggrafenamt und im unteren Vinschgau gehäuft auftritt und wie der Erreger im Baum die Symptome auslöst wird in den nächsten fünf Jahren vom Versuchszentrum Laimburg in Zusammenarbeit mit der Fondazione Edmund Mach in zwei groß angelegten Forschungsprojekten - APPL2.0 und APPLClust – erforscht. Für das Projekt sind insgesamt 260 Anlagen von 160 Obstbauern ausgewählt worden, in denen derzeit Erhebungen laufen. Wir dürfen uns von diesem Projekt aber nicht zu viel erwarten, weil der Erreger des Besenwuchses außerhalb des Wirtes nicht kultiviert werden kann und somit die Erforschung der Krankheit und deren Bekämpfung äußerst schwierig ist. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass den Forschern die Herstellung Apfeltriebsucht-resistenter und anbautauglicher Unterlagen in naher Zukunft gelingt und bienengiftige Pflanzenschutzmittel überflüssig machen.
APISTOX: hierbei handelt es sich um Untersuchungen zur Auswirkung des Einsatzes bienengiftiger Pflanzenschutzmittel während der Bienenwanderung im Jahr 2014: es wurden insgesamt 15 Imkereistandorte - 10 in den Triebsuchtbefallszonen und 5 in Gebieten mit geringem Befall - unter Mitarbeit von Imkern des Südtiroler Imkerbundes, ausgewählt. Die Daten ab Vegetationsbeginn, über die Volksentwicklung und den Gesundheitszustand der Völker wurden gewonnen und dabei Art, Verlauf und Zeitpunkt von mutmaßlichen Bienenvergiftungen erhoben. Untersuchungen ergaben einen hohen Vergiftungsschaden bei Bienenvölkern z.B. beim ausgewählten Standort „Lehrbienenstand Lana“.
2014 waren in U.lb.F.i.Walde und in Proveis insgesamt zwei Plünderungen durch Bären zu verzeichnen.

Weiterbildung und Veranstaltungen 2014:
 20.02. Den Geschmack des Sommers auf der Spur
 31.03. Blütentage in Lana
 13.04. Frühlingsstandbegehung in Lana/Aichberg
 23.04. - 29.05. Kindergartenkinder und Schulklassen besuchten den Lehrbienenstand
 27.04. Bezirksstandbegehung in Lana
 10.05. Fest der Begegnung in Lana (Herstellung von Wildbienenhotels)
 25.05. Lehrfahrt nach Verona (Thema: Pollenproduktion und vieles mehr)
 02.06. Brixner Jungimker am Lehrbienenstand
 06.06. Freizeitclub der Gemeinde Lana am Lehrbienenstand
 15.06. Tag der offenen Tür beim Lehrbienenstand in Lana
 13.07. Sommerstandbegehung in Laurein
 25.10. - 26.10. Kastanienfest Lana und Tisens

Der Lehrbienenstand war für alle Interessierte von Mai bis September, donnerstags von 17 bis 20 Uhr geöffnet und wurde anschließend verlegt und erweitert. In diesem Zusammenhang wird der Marktgemeinde Lana für die großzügige Unterstützung bei den Arbeiten und der Finanzierung ein herzliches Vergelt's Gott ausgesprochen.
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