Jahresbericht 2016

Im Jahr 2016 verzeichnet der Bezirk 170 Mitglieder davon 7 Neumitglieder, diese Imker bewirtschaften 1.255 Bienenvölker, aufgeteilt in 9 Ortsgruppen.
Verwaltungsmäßig hatten wir 4 Sitzungen im Bezirksausschuss, wir haben an allen Sitzungen des Bundesausschusses teilgenommen. An der Bundesversammlung in März war der Ausschuss vollständig vertreten. In allen 9 Ortsgruppen sind Jahresversammlungen abgehalten worden. An 6 Versammlungen haben Südtiroler Wanderlehrer Fachvorträge zu aktuellen Problemen gehalten.
Das Jahr 2016 war für die Imker unseres Bezirkes ein außergewöhnlich gutes Honigjahr. Von Gais bis St. Peter gab es reichlich Waldtracht, in Weißenbach und Prettau gab es sehr gute Erträge von der Alpenrosentracht.

Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit war wie jedes Jahr die Weiterbildung der Mitglieder auf Bezirks – und Ortsebene.
Bei der letztjährigen Jahreshauptversammlung referierte der Landeswanderlehrer Andreas Platzer zum Thema: erfolgreiche Auswinterung der Bienenvölker.
Anlässlich der Jahresversammlungen der Ortsgruppen fanden in 6 Ortsgruppen Referate zu verschiedenen Themen der Imkerei statt. In 3 Ortsgruppen (Rein, Mühlwald und Gais) fanden Neuwahlen der Ortsausschüsse statt.
Bei der alljährlichen Veranstaltung im Kornkasten am 9. April 2016 referierte Wanderlehrer Heinrich Gufler über die Nektar und Pollenpflanzen im Pustertal. Beim anschließenden Glückstopf und Buffet und geselligen Beisammensein sind noch viele imkerliche Erfahrungen bis in die späten Abendstunden ausgetauscht worden. Ein besonderes Lob für die Organisation dieser Veranstaltung geht an den Ortsausschuss von St. Johann.
Zur Eröffnung der Belegstelle in Weißenbach, waren alle Imker des Bezirkes zum Vortrag von Peter Senfter eingeladen. Überzeugend referierte er über Sinn und Zweck der Belegstelle und die Vorzüge der Zucht der Carnica-Reinzuchtköniginnen.
Der Belegstellenwart Künig Jakob war fleißig, der An- und Abtransport der Kästchen durch die Züchter hat reibungslos funktioniert. Er führt auch Buch über den Begattungserfolg und dieser lag heuer bei 95 %.
An Öffentlichkeitsarbeit hat der Bezirk wieder die Bienentage für die ersten 4 Klassen der Mittelschule in St. Johann abgehalten.
Die Kinder sind mit theoretischen und praktischen Unterricht in die Welt der Bienen und der Imkerei eingeführt worden u. a. Bienenbeuten früher und heute, Imkerwerkstatt, Imkergeräte, Schaustock mit B. Königin, Bienenprodukte wie Wachs und Honig mit Vorführung einer Honigschleuder und zum Abschluss die Honigverkostung auf Butterbrot.

Vom 14. bis 16. Oktober fand im Prad am Stilfser Joch die 10. Südtiroler Honigbewertung statt. Dazu schickten 13 Imker Anfang August Honigproben zur Bewertung ein. Ein Lob an diese Imker: sie erhielten 12mal Gold und einmal Silber.
Gleichzeitig hat zur Honigbewertung die 150 Jahrfeier des Imkerbezirkes Obervinschgau stattgefunden. Überrascht hat uns Imker aus dem Pustertal die lange Tradition der Imkerei im oberen Vinschgau. Wenn man sich das vorstellt vor 150 Jahren um 1866 gab es dort schon die ersten Imkervereine, 1867 haben viele Imker vom Strohkorb auf Mobilbau, d.h. auf Beuten mit Rähmchen umgestellt, 1871 hatten sie bereits einen Vereinsbienenstand und waren bei der Wiener Weldtaustellung mit Schleuderhonig, Wachs u.a. Gerätschaften vertreten. Viele Imkervereine sind um die Jahrhundertwende entstanden, bereits 1914 hat man in Nauders Königinnenzucht betrieben. Es fällt auf welch hohen Standard und Stellenwert die Imkerei im Vinschgau damals schon hatte. Man merkt deutlich den Einfluss der Klöster Marienberg und Müstair die Patres waren damals schon sehr fleißige Imker.
Heute haben die Vinschger Imker mit Monokulturen, Graswiesen, Pestizide, Varroa u. mit dem Bär zu kämpfen.
Nun zur Gesundheitslage der Bienenvölker im Bezirk:
Zur Gesamtsituation im Bezirk muss bemerkt werden, dass bei der Auswinterung kaum Völkerverluste zu beklagen waren, auch während des Sommers und speziell im Herbst hielt sich der Varroabefall in Grenzen. Ganz wichtig ist eine gleichzeitige Behandlung nach der Schleuderung und die Winterbehandlung. Auch die Kalkbrut hielt sich in Grenzen.
Das Bienenjahr war schon um und wir glaubten ohne größere Schäden bzw. B. Krankheiten davonzukommen. Dann ereilte uns die Nachricht über das Auftreten eines Faulbrutfalles. WL. Heinrich Gufler hat alle notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit unternommen. Die 2 befallenen Völker sind gleich vernichtet worden und von allen anderen Völkern am Stand und im Umkreis von 3 Km sind vom tierärztlichen Dienst mit den Gesundheitswarten Futterkranzproben entnommen u. ins Landeslabor geschickt worden. Nachdem diese Proben keinen weiteren Befall ergaben, konnte die Sperrzone alsbald wieder aufgehoben werden. Die Ursache dieses Befalls konnte noch nicht festgestellt werden.

Tätigkeitsvorschau für das Jahr 2017:
Schon im Jänner beginnen die Versammlungen der Ortsgruppen, die Mitgliedsbeiträge für 2017 werden einkassiert, neue Mitglieder angeworben, Behandlungsmittel gegen die Varroa und Honigetiketten müssen baldmöglichst bestellt werden.
Fachvorträge und die Ortsversammlungen müssen geplant werden. Auch im Kornkasten von Steinhaus wird eine Lehrveranstaltung stattfinden.
Im Jahr 2017 findet wieder eine Lehrfahrt statt. Die Bienentage für die ersten 4 Klassen in der Mittelschule werden ebenso wieder abgehalten.
Zur Eröffnung der Belegstelle im Juni organisieren wir wieder eine kleine Feier mit einem Fachvortrag über Königinnenzucht.

Ein besonderer Dank geht:
• an den B.O. Englbert Pohl und dessen Stellvertreter, sowie an die Sekretärin Emma Mantinger
• an die Mitglieder des Bezirksausschusses für die Mitarbeit
• an die Ortsgruppe von Sand in Taufers für die Organisation dieser Veranstaltung
• an den Bgm. der Gemeinde Sand für die unentgeltliche Benützung der Räumlichkeiten
• an die Fraktionsverwaltung von Sand in Taufers für die Leihe des Grundstückes unseres Bezirksbienenstandes
Jahresbericht 2016
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