Jahresbericht 2016

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und der Jahresbericht steht an. Wie uns allen bekannt ist, ist kein Jahr wie das andere. Ganz besonders können wir dies bei den Bienen beobachten. Aufgrund der Witterung des vergangenen Jahres standen wir vor neuen Herausforderungen. Im Frühjahr mussten wir aufpassen, dass uns unsere Schützlinge nicht vergiftet werden, daraufhin war zu achten, dass Sie aufgrund des vielen Regens und der kühlen Temperaturen Ende April bis Mitte Juni nicht verhungern und dazwischen sollten wir den 2016 extrem starken Schwarmtrieb im Griff behalten. Ab Mitte Juni kam das für viele jedoch unerwartete. Eine Waldtracht wie es sie in unserem Gebiet nur selten gibt. Es honigte von der Talsohle bis hoch ins Mittelgebirge, lediglich die Alpenrosentracht fiel geringer aus. Einen ganzen Monat lang durften wir Waben und Zargen austauschen und mit frischen ersetzten. Bis Ende Juli hatten die Imker in meinem Bezirk den Varroadruck sehr gut unter Kontrolle und mit einer sorgfältigen Sommerbehandlung und einer zeitgerechten Winterbehandlung werden die starken Völker auch gut durch den Winter kommen. Voraussetzung dafür ist natürlich genügend Winterfutter. Und daran kann es diesem Winter fehlen. Die milden Temperaturen im Herbst und bis kurz vor Weihnachten ließen die Bienen nicht zur Ruhe kommen. Die darauffolgenden sehr kalten Nächte können schon am Futter zehren. Genauso können die kalten letzten Tage den schwach eingewinterten Völkern „das Genick brechen“. Dies jedoch sollte man nicht als zu schlimm sondern als Lehre fürs kommende Jahr betrachten. Schwache Völker sollten nicht eingewintert werden. Sie verlängern nur die Brutphase und erhöhen dadurch die Varroapopulation. Abgesehen davon gibt e aus meinem Bezirk jedoch keine größeren Schwierigkeiten zu melden. Von Bienenkrankheiten blieben wir verschont und Bienenvergiftungsfälle wurden keine gemeldet. Und genau an diesem Punkt hake ich schon seit einem Jahr ein. Obwohl unser Bezirk mitten im Obstbaugebiet steht, scheint es unseren Bienen, laut Meldungen recht gut zu gehen. Auch wenn halb tote Bienen vor dem Stock umhertaumeln, geht es unseren Bienen immer noch gut. Schon im Frühjahr widmeten wir uns dem Erscheinungsbild von Bienenvergiftungen, genauso wieder zu unserer Jahreshauptversammlung und auch im kommenden Jahr werde ich meine Mitglieder immer wieder drauf stoßen. Ich möchte, dass jedes meiner Mitglieder erkennt oder zumindest einen Verdacht schöpft, wenn seine Bienen mit gewissen Pestiziden in Kontakt kamen. Ansonsten hielten wir unsere Jahreshauptversammlung, Ausschusssitzungen, Standbegehungen und einige Auftritte zur Präsenz in der Öffentlichkeit ab. Besonders freut es mich, in diesem Bericht zu erwähnen, dass unser Bezirk dieses Jahr mehr als 10 Prozent an neuen Mitgliedern gewinnen konnte. Auch wenn der Bezirk Lana einer der kleinen Bezirke ist, passiert so etwas nicht oft. Dies ist sicherlich auf die gute Arbeit der Ortsgruppen und deren Obmänner zurückzuführen, welche jungen bzw. neuen Mietgliedern immer gern mit Rat und Tat zur Seite stehen, sie oft durchs Imkerjahr begleiten und sie sicherlich auch vor dem einen oder anderen gröberen Schnitzer bewahren. Jedoch ein großen Teil dazu verdanken wir ganz sicher der konsequenten, vorbildlichen und mit viel Arbeitseinsatz verbunden Öffentlichkeitsarbeit des Imkerbundes, welcher damit nicht nur Pensionisten anspricht, welche sich einen neuen Zeitvertreib suchen, sondern Menschen aus allen Altersschichten und allen beruflichen Sparten. Man kann ganz klar erkennen, dass die Bienen nicht nur für Honigliebhaber interessant sind, sondern das ganze Land berühren, und dafür möchte ich allen meinen Mitgliedern und Obmännern, aber vor allem auch dem Ausschuss des Imkerbunds danken.
 
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