Jahresbericht 2016

Mitgliederstand
Der Bezirk Ladinia besteht aus 4 Ortsgruppen (St.Martin in Thurn, Wengen, Abtei und Enneberg), zu welchen 71 Mitglieder zählen, das sind 6 mehr als 2015. Sie betreuen 1.052 Bienenvölker, das sind 28 weniger als im Vorjahr. Das Durchschnittsalter der Mitglieder beträgt 48,3 Jahre, das jüngste davon hat 20 und das älteste 86 Jahre.
Weiterbildung
Die Aufgabe des Bezirks ist es nicht nur als Bindeglied zwischen dem Imkerbund und den einzelnen Ortsgruppen zu fungieren. Auch die Weiterbildung, aber vor allem das Gesellschaftliche und das Zusammmentreffen der Imker auf überörtlicher Ebene, ist dem Bezirk ein großes Anliegen. Dazu wurden neben der traditionellen Ambrosiusfeier und Vollversammlung am 03.12.2016 in St.Martin in Thurn noch eine Reihe weiterer Veranstaltungen organisiert, die meisten davon im Rahmen des „Schnupperkurses“ für Jungimker, an dem sich 15 Jungimker, darunter erfreulicherweise viele Jungimkerinnen, angemeldet haben. Dieser begann im Herbst 2015 mit 4 Theorieeinheiten, abgehalten von den 2 Wanderlehrern Georg Frenner und Erich Larcher, welche den interessierten Teilnehmern einen ersten Einblick in die Welt der Biene und der Imkerei gaben.Im Frühjahr 2016 wurde der Kurs fortgesetzt und abgeschlossen, mit den folgenden Theorie-und Praxiseinheiten:
- Bienenkrankeiten (W.L. Larcher)
- Bienenprodukte (W.L. Frenner)
- Jungvölkerbildung (W.L. Frenner)
- Vorroabehandlung- Honigschleuderung- Auffütterung (W.L. Larcher)
Honigertrag
Der Honigertrag wiar im ganzen Tal sehr ergiebig, trotz der schlechten Wetterbedingungen und Aussichten bis anfangs Juni. Die Löwenzahntracht fiel, wie schon in den vorigen Jahren, verregnet aus, doch anfangs Juni setzte eine sehr gute Waldtracht ein, die allen Imkern einen sehr guten Honigertrag bescherte . Da im Mai/Juni einige heftige Hagelgewitter die Wiesenblüten fast völlig zerstörten, war die Blütentracht sehr bescheiden. Die Alpenrosen verblühten aufgrund der hohen Temperaturen viel zu schnell, sodaß der Alpenrosenhonigertrag eher mäßig ausfiel.
Die Wanderung in die Obstbüte, welche viele Gadertaler Imker seit Jahrzehnten pflegen, ist ohne Spritzschäden erfolgt und die Entwicklung der Bienenvölker war zufriedenstellend.
Gesundheitslage der Bienenvölker im Bezirk
Die Auswinterung gestaltete sich 2016 in einigen Orten des Bezirkes schwierig, insbesondere bei Bienenständen in sehr sonnigen Lagen. Aufgrund des sehr warmen Winters flogen die Bienen bis in den Jänner hinien.Dadurch arbeiteten sich die Winterbienen vielerorts zu schnell ab, was schwache Völker bei der Auswinterung mit sich brachte.
Aufgrund der guten Witterungsbedingungen im Frühjahr konnten sich die Völker dann meistens sehr gut entwickeln, was vielerorts die negativen Auswirkungen des Winters wieder wettmachten, So konnten die Völker bis zur Frühjahrblüte gut aufgebaut werden.
Der andauernde schöne Sommer und Herbst waren gut für die Einwinterung der Bienenvölker. Aus dem ganzen Bezirk kamen erfreuliche Meldungen, dass die Varroabelastung 2016 sehr niedrig war und es deswegen keine Ausfälle und/oder Völkerzusammenbrüche gab. Im späten Herbst wurde bei Brutfreiheit von allen Imkern noch eine sorgfältige Restentmilbung , meistens durch Verdampfen, durchgeführt, um eine hervorragende Ausgangsbasis für das kommende Jahr zu haben.
Die Reinzuchtbelegstelle in der Rosslahne in Altprags wurde von mehreren Mitgliedern mit sehr gutem Erfolg besucht, da es vielerorts im Gadertal von Jahr zu Jahr schwieriger wird, ein gutes und reines Zuchtmaterial zu erreichen.
Der Bezirk hat auch heuer wieder die Verteilung der Varroabekämpfungsmittel und verbilligten Zuckersirups organisiert.
Öffentlichkeitsarbeit
In der ladinischen Wochenzeitschrift „La Usc di Ladins“ wurden einige Artikel über die Imkerei und die Tätigkeit des Bezirkes veröffentlicht.
Weiters nahm der Bezirksobmann und seine Stellvertreterin an einigen Hauptversammlungen der Nachbarbezirke und an den Sitzungen des SIB in Bozen teil.
Am Schluss sei es noch allen Ausschussmitgliedern und besonders dem Bundesvorstand, insbesondere dem Bundesobmann Engelbert Pohl und dem Landeswanderlehrer Andreas Platzer für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Imkerei, der Raiffeisenkasse Gadertal, den Gemeinden Abtei und St.Martin in Thurn für ihre finanzielle Unterstützung herzlich gedankt.
Jahresbericht 2016
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