Jahresbericht 2017

Ein erfolgreiches Jahr neigt sich dem Ende zu, gekennzeichnet von einer regen Vereinstätigkeit, unterstützt und mitgestaltet von allen Ausschussmitgliedern und den Imkern mit deren Familienangehörigen.
Erfreulicherweise verzeichnet der Imkerverein Gröden eine Zunahme der Mitglieder, weitere Personen haben 2017 Bienen angeschafft und werden ab nächstes Jahr offiziell in unserem Verein aufgenommen und nur einen altersbedingten Austritt. Zum Glück haben wir in unserem Verein viele erfahrene Imker die den jungen, noch unerfahrenen Neueinsteigern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bienenmaterial in Form von Ablegern oder Schwärmen wurden öfters an die Jungen günstig oder sogar kostenlos abgegeben. So macht ein Start mit diesem anspruchsvollen, aber interessanten Hobby Spaß. Das Interesse der Jungen Imker wiederspiegelt sich an der Teilnahme an den verschiedenen Fortbildung- und weiteren verschiedenen Veranstaltungen wieder, wobei die Zahl der Mitwirkenden stetig im Steigen ist. Unser Verein zählt 55 Imker mit ungefähr 550 geführten Völkern.
Zur ersten Fortbildungsveranstaltung wurde am 31. März eingeladen. Der Imkermeister Wilhelm Überbacher hat über den „Aufbau starker Völker“ gesprochen. Starke Völker brauchen weniger Pflege, sind nicht so anfällig für Krankheiten und liefern bei guten Bedingungen mehr Honig. Schwache aber gesunde Völker sollen mit einem Starken vereint werden, es macht keinen Sinn einen solchen durch den Frühling zu bringen, die erforderliche Anzahl an Bienen wird erst im Juni/Juli erreicht, also zum Zeitpunkt wann die Tracht so gut wie zu Ende ist. Fragen zum Dauer Thema Varroa wurden von Herrn Überbacher ausführlich beantwortet.
Ein Höhepunkt der Vereinstätigkeit 2017 war sicherlich der Ausflug am 21. Mai nach Imst ins Inntal. Der erfahrene Bio-Imker Gerhard Kneringer hat uns seine Bienen und seine Betriebsweise erklärt. Der Imkermeister Martin Ennemoser hat uns mit einer Marende überrascht. Herr Ennemoser ist Lehrer an der Imkerschule Imst und Obmann vom Zuchtverein der Dunklen Biene, sicherlich die richtige Person um all unsere Fragen zu beantworten. Am Nachmittag haben wir das Rundgemälde am Berg Isel besichtigt. Für die 30 Teilnehmer war dies sicherlich ein interessanter und abwechslungsreicher Tag.
Eine weitere Veranstaltung die jedes Jahr gerne besucht wird ist das gemeinsame Grillen an unserem Vereinsstand. Am Samstag, den 5. August, bei wunderschönem Wetter haben sich mehr als 40 Imker und deren Familienangehörigen versammelt, um ein paar Stunden gemeinsam zu verbringen. Fleißige Imker und Imkers-Frauen haben für diesen Tag verschiedene Köstlichkeiten gerichtet, für die anschließende Verlosung von Sachpreisen haben großzügige Imker Preise zur Verfügung gestellt, darunter ein Ableger vom Verein und einen weiteren von einem anderen Imker. Seit mehreren Jahren findet dieses Fest am vereinsbienenstand statt, mehrere Personen bewegen sich vor den Fluglöchern unserer Bienen, noch nie wurde jemand von uns gestochen, ein Zeichen der Sanftmut unserer Bienen.
Am 07. Dezember, zu ehren unseren Schutzpatrons, den Hl Ambrosius, haben sich die grödner Imker in der Pfarrkirche von Wolkenstein zu Hl. Messfeier getroffen mit anschließendem Abendessen im Hotel Des Alpes.
An den Bienentagen in Brixen war unser Verein mit einem Stand vertreten, an der Agrialp in Bozen war ebenfalls unser Verein durch unsere Imker anwesend.
Das Bienenjahr war geprägt von Höhen und Tiefen. Angefangen mit einem warmen Monat März, hat der kalte April vieles vernichtet. Die Heide, welche anfangs sehr gut geblüht hat, wurde von der Trockenheit und der Kälte vernichtet, die Völker konnten sich nicht wie gewohnt entwickeln. Am Ende gab es eine durchschnittliche Honigernte. Die erstellten Ableger entwickelten sich prächtig, der Varroadruck schien nicht groß zu sein, doch da irrten wir uns. Einige Völker konnten nicht mehr eine zufriedenstellende Volksstärke für die Einwinterung erreichen, diese sind somit geschwächt in den Winter gegangen.
Die Vereinsstöcke werden vorbildlich geführt. Diese stehen für verschiedene praktische Vorführungen, z. B. Ablegerbildung oder Königinnenzucht zur Verfügung. Diese Völker liefern uns den wertvollen Honig, welches der Verein veräußern kann, dieses Geld dient zur Finanzierung der Vereinstätigkeit. Somit können viele Veranstaltungen kostengünstig oder sogar kostenlos angeboten werden.
Der kleinste Bezirk Südtirols, konnte immer eine vielseitige Tätigkeit aufweisen. Unser Bienenstand ist ein Vorbild für viele. Alle Imker halten zusammen, bei den Veranstaltungen oder bei der Varroabehandlung, denn nur eine zeitlich abgestimmte Behandlung bringt den erwünschten Erfolg. Einen Verein zu führen, in welchen alle Mitglieder zusammenhalten und mitwirken ist sicherlich für die Verantwortlichen eine große Genugtuung.
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