Jahrsbericht 2014

Der Imkerbezirk Brixen besteht aus 14 Ortsgruppen mit 435 Mitgliedern (ca. 20% Imkerinnen und 80% Imker), die insgesamt 4200 Bienenvölker betreuen. Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit konnte in den letzten 6 Jahren die Mietgliederzahl um 65 Mitglieder gesteigert werden.
Der Honigertrag 2014 war im Bezirk durchschnittlich bis schlecht. Der Frühling war recht schön wodurch die Völker sich gut entwickelten. Die Schönwetterperiode hielt bis Mitte Juni an wodurch noch ein geringer Honigertrag zu Stande kam. Speziell in den Höhenlagen hatte die Tracht komplett versagt da die Temperaturen und täglicher Regen alles zu Nichte machte.
Die Bezirksleitung legt sehr großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung der ImkerInnen und der Neueinsteiger und natürlich auch auf die Öffentlichkeitsarbeit. In Zusammenarbeit mit der Imkerschule Salern startete Ende Jänner ein 90stündiger Grundkurs für Neueinsteiger, der mit 35 Teilnehmer/Innen belegt war, von denen alle im November die Abschlussprüfung bestanden. Weiters fand ein Schnupperkurs in Salern statt, an dem sich 26 interessierte Personen beteiligten. Wodurch gezeigt wird das die Imkerei auch zunehmend von jüngeren ausgeübt wird. Weiteres organisiert der Bezirk immer eine Vortragsreihe zu beginn der Bienensaison wo immer sehr zahlreiche Imker/innen teilnehmen. Weiters gabt es auch heurer wieder eine Standbegehung mit den Jungimkern wo immer viele Fragen beantwortet werden. Am Bezirksbienenstand fanden zudem auch 2 praktische Vorführungen zum Thema Jungvolkbildung und Brutentnahme statt, wo immer interessierte imker/innen teilnahmen. Ein Zuchtkurs organiesert von der Imkerschule Salern fand auch statt wo zahlreiche interessierte Einblick in die Königinzucht bekammen.
Im Frühjahr fand zudem die jährliche Aussprache mit der Führung der Obstgenossenschaft Melix und mit dem Beratungsring statt, bei welcher über Probleme und über Verbesserungsvorschläge der zu erwartenden Spritzungen diskutiert wurde. Die daraus resultierenden Ergebnisse konnten den Imkern mitgeteilt werden, dadurch gab es keine Vergiftungen im Bezirk. Auch ein Vortrag vom Imkermeister Wilhelm Überbacher für die Obstbauern über die Imkerei wurde Verständnissvoll angenommen denn es geht einfach nur miteinander und nicht gegeneinander zwischen Imkerei und Obstwirtschaft.
Die Bezirkslehrfahrt ging heurer ins Deutschland zum Riegsee zum Kreisvorsitzenden von Garmisch zum Imker Franz Höcker der uns seine Imkerei und sein neues Betriebsgebäude präsentierte. Nicht interessierte Begleitpersonen machten einen Stadtbummel in Murnau. Das mittagessen gab es im Klosterhotel Ludwig der Bayer. Anschließend stand die Zeit für jeden frei wo die schöne Klosterkirche besucht wurde und die nahegelegene Schaukäserei. Nach diesen Aufenthalt gings wieder zur Heimfahrt wo alle wieder gegen 19 Uhr gut heim kamen.
Mit der Bienengesundheit gab es eine Fall von Europäischer Faulbrut, die nach sofortiger Behandlung wieder entschärft wurde. Sonst gab es bis auf die Varroamilbe wenig Probleme im Bezirk, diese zeigte jedoch so manchem Imker die Grenzen auf. Die Vorgehensweise zur Bekämpfung der Varroa wurde verstärkt propagiert , leider aber von einzelnen ImkerInnen teilweise zu oberflächlich umgesetzt. Es wurden auch heuer wieder die bestellten Medikamente und erstmals die neuen Honigettiketten verteilt ,die so mancher Imker nützte.
Im Frühjahr wurden beim Vereinsbienenstand Salern 10 Bienenvölker ausgewintert und mit diesen ca. 125 kg Honig erwirtschaftet. Vorwiegend dient der Bezirksbienenstand für die Zucht und zum empfangen so mancher Schulklassen. Der Bezirksstand wird auch immer wieder für gemeinsame Treffen genützt, um praktische Tipps zu erhalten und Erfahrungen auszutauschen, so z.B. vom Imkergrundkurs 4 Mal, vom Schnupperkurs 3 Mal, von den JungimkerInnen 2 Mal. Weiters gab es noch 2 Treffen für praktische Anleitung zur Jungvolkbildung und zur Brutentnahme gegen die Varroa 2 Imkergruppen aus dem Ausland besuchten uns am Bezirksbienenstand, um uns ein wenig zum Thema "Varroabehandlung" über die Schulter zu schauen. 
Eine besonders gute Öffentlichkeitsarbeit leistete die Ortsgruppe Brixen in Zusammenarbeit mit den Natznern Imker/Innen, die sich alljährlich beim Königinnentreffen am 1. Mai und am Erntedankfest im Oktober mit einem Festwagen und der Südtiroler Honigkönigin beteiligen. Ihnen sei ein großer Dank ausgesprochen.
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Ein besonderer Dank geht für die gute Zusammenarbeit an die Direktorin der Landwirtschaftsschule Salern, Frau Juliane Pellegrini sowie an die Wandlerlehrerin Frau Krause Michela. Ein großer Dank auch an den Vorstand der Obstgenossenschaft Melix die durch gute Zusammenarbeit und Unterstützung den Imkerschaft zu Seite steht. Ich danke auch all den Organisationen des Bezirks Brixen, die uns finanziell bzw. durch Sachspenden unterstützen.
Für das Jahr 201 wünsche ich allen ImkerInnen und Imkern einen reichen Honigsegen und viel Freude mit den Bienen.
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