Ladinia
TÄTIGKEITSBERICHT 2010
DES IMKERBEZIRKES LADINIA
Dem zweitkleinsten Bezirk des Imkerbundes, mit den 4 Ortsgruppen St. Martin in Thurn, Abtei, Wengen und Enneberg, gehörten im Jahr 2010 60 Mitglieder an, die 949 Bienenvölker bewirtschafteten.
Das Durchschnittsalter der Mitglieder betrug 56,8 Jahre, das jüngste davon hatte 14 und das älteste 83 Jahre. Jeder Imker betreute durchschnittlich 16 Bienenvölker (Landesdurchnitt liegt bei 12).
Honigertrag:
die Honigernte ist in unserem Bezirk gut bis sehr gut ausgefallen. Jene Imker, welche in die Obstblute gewandert sind, blieben von den befürchteten Vergiftungen verschont und durften schon Ende April die Honigschleuder in Betrieb setzen.
Der Monat Mai, mit seinen kalten und regnerichen Tagen, gestattete nur einen sehr schwachen Löwenzahnertrag; die Imker mussten bis Ende Juni warten, bis endlich schönes Wetter und eine sehr gute Waltracht einsetzten, welche dank sehr günstiger und idealer Wetterbedingungen bis fast Ende Juli anhielt und somit die Jahresarbeit sehr gut belohnte. Wer eine Wanderung in die Alpenrosentracht bzw. in das Hochgebirge unternommen hatte, wurde auch gut belohnt.
Gesundheit und Königinzucht:
Trotz des sehr kalten Winters und der lang anhaltenden Kälte im Frühjahr war die Auswinterung der Bienenvölker gut und es wurden kaum Völkerverluste verzeichnet. Zum Glück hatten die Völker für ihren Bedarf ausreichenden Futtervorrat.
Große Aufregung im ganzen Tal löste die Meldung zweier Faulbrutfälle im Gadertal aus, davon einer von einem Imker, der nicht einmal Mitglied unseres Bezirkes ist. Die Bezirksleitung reagierte prompt auf dieses negativee Ereignis: es wurde ein Informationsabend einberufen, an dem fast alle Imker teilnahmen und bei welchem der Obmann und die Tierärztin Nicolina Ruggiero einen Bericht über den Stand der Faulbrut im Tal gaben; Wanderlehrer Heinrich Gufler hielt ein sehr fachliches und inhaltsreiches Referat über die Faulbrut und deren Folgen und Nebenerscheinungen, während Peter Senfter einige Tipps über die Früherkenng der Faulbrut gab.
Um flächendeckend die Situation unter Kontrolle zu haben, wurde bei allen Imkern Sammelproben eingeholt und untersucht; zum Glück war das Endergebnis sehr gut, wurden unter den eingereichten Sammelproben keine weiteren klinischen Faulbrutfälle gefunden. In der Zwischenzeit wurden die zwei Faulbrutfälle erfolgreich saniert und die Bezirksleitung ist zuversichtlich , daß die massiven Informationsabende dazu beitragen, dass sich keine weiteren Fälle unter den Mitgliedern des Bezirkes vorkommen werden. An dieser Stelle sei den Wanderlehrern Senfter Peter, Gufler Heinrich und der Tierärtzin nochmals für ihren Einsatz und Bereitschaft gedankt.
Die Varroa-Milbe hat, im Unterschied zum vorherigen Jahr, keinTribut gefordert, sodaß im Herbst sehr starke Bienenvölker vorzufinden waren. Auch im heurigen Jahr wurde vonseiten des Bezirkes die Empfehlung wiederholt, die Varrobekämpfung alle gleichzeitig und früh genug durchzuführen. Eine spätherbstliche Restentmilbung in der brutfreien Zeit durch die Oxalsäure war in jedem Fall unumgänglich.
Auf jeden Fall wird die Arbeit mit den Bienen in den kommenden Jahren immer schwieriger und problematischer, was wiederum eine kontinuierliche Ausbildung der Imker und auch eine aktive Unterstützung vonseiten der Organisationen (sprich S.I.B, Bezirke, Orstgruppen, Wanderlehrer usw.) verlangt.
Tätigkeit:
Für die Weiterbildung der Imker/innen wurde wieder Einiges organisiert. So wurden insgesamt 3 Fachvorträge organisiert.
Im ersten, abgehalten am 26.02.2010 vom Wanderlehrer Peter Senfter, wurden die verschiedensten zu verrichtenden Arbeiten mit den Bienen während des Jahres an Hand von praktischen Vorstellungen und Hinweisen erläutert; beim zweiten Fachvortrag, welcher am 26.06.2010 in Wengen stattgefunden hat, hat Wanderlehrer Senfter den anwesenden Mitgliedern und Interessierten eine praktische Vorführung der Varroabehandlung abgehalten; anschließend wurde eine kleine und recht amüsante Grillpartie organisiert, bei welcher alle noch Gelegenheit hatten, ihre Erfahrungen auszutauschen.
Am 20.08.2010 wurde, wie schon berichtet, kurzfristig und dringend ein Informationsabend in St.Martin in Thurn organisiert.
Am 03.10.2010 wurde eine Lehrfahrt nach Lazise anläßlich der Messe „I Giorni del Miele“ organisiert, an der sich über 30 Mitgliedern beteiligten.
Am 28.10.2010 wurde im Raiffeisensaal von St.Martin ein Referat abgehalten, an dem der Wanderlehrer Peter Senfter über die Hygiene im Bienenvolk berichtet hat.
Am 27.11.2010 fand in St.Martin in Thurn die 20. Ambrosiusfeier und zugleich Jahresversammlung des Imkerbezirkes statt, an der über 35 Mitgliedern teilnahmen. Dazu konnte man wiederum auch externe Gäste begrüßen, so u.a. den Bundesobmann Engelbert Pohl, den Landeswanderlehrer Andreas Platzer, sowie Bezirksobmänner und den Bürgermeister von St.Martin in Thurn. Neben dem offiziellen Teil wurde auch ein Rückblick auf die 20-jährige Tätigkeit des Bezirkes geworfen, welche von recht angenehmen und erfolgreichen Ereignissen gekennzeichnet war: am Rande seien nur die vielen Referate, Kurse und Lehrfahrten erwähnt, welche uns Imker bis nach Montecassino, in die Toskana, Piemont, Lombardei, Emila-Romagna, Bayern, Schweiz geführt haben.
Die anstehenden Neuwahlen bestätigten den gesamten Bezirksausschuss, ein Hinweis, daß in den letzten Jahren der Vorstand gut gearbeitet hat.
Im Juni war eine Gruppe von Imkern des Bezirkes Gröden in unserem Bezirk zu Besuch. Im Herbst durfte sich unser Bezirk über die erfolgreiche abgehaltene Wanderlehrerprüfung von Dr. Georg Frenner freuen; somit verfügt unser Bezirk zum ersten Mal auch über einen ladinischen Wanderlehrer.
Der Bezirksausschuß kam 2010 zweimal zusammen. Unter anderem wurden verschiedene Themen und Programme erarbeitet.
Weiters nahmen der Bezirksobmann und sein Stellevertreter an einigen Hauptversammlungen der Nachbarbezirke und an allen Sitzungen des S.I.B in Bozen teil.
Unser Bezirk hat sich, zusammen mit jenen von Bruneck, Hochpustertal und Tauferer Ahrntal, an der erfolgreichen Gestaltung und Abhaltung des Deutschsprachigen Imkerkongresses in Bruneck beteiligt.
Der Imkerbezirk hat sich im Jahr 2010 wiederum um die Organisation - Verteilung von Varroamedikamenten und Bienenfutter Cerestar gekümmert
Tätigkeitsvorschau für 2011:
Für das Jahr 2011 hat unser Bezirk folgendes Tätigkeitsprogramm vorgesehen:
- Referate und Sensibilisierung über das Thema der Faulbrut
- Kontrolle der sanitären Lage
- 1 Lehrfahrt
- Informationstage in den Grundschulen des Gadertales über die Bienenwelt, um Jugendliche an unser wunderschönes Hobby zu sensibilisieren
- Verteilung der Varroabekämpfungsmittel und Cerestar
Am Schluss sei es noch allen Aussschussmitgliedern, der Raiffeisenkasse Gadertal und den Gemeinden Abtei, Corvara und St.Martin in Thurn für ihre finanzielle Unterstützung ganz herzlich gedankt.
DES IMKERBEZIRKES LADINIA
Dem zweitkleinsten Bezirk des Imkerbundes, mit den 4 Ortsgruppen St. Martin in Thurn, Abtei, Wengen und Enneberg, gehörten im Jahr 2010 60 Mitglieder an, die 949 Bienenvölker bewirtschafteten.
Das Durchschnittsalter der Mitglieder betrug 56,8 Jahre, das jüngste davon hatte 14 und das älteste 83 Jahre. Jeder Imker betreute durchschnittlich 16 Bienenvölker (Landesdurchnitt liegt bei 12).
Honigertrag:
die Honigernte ist in unserem Bezirk gut bis sehr gut ausgefallen. Jene Imker, welche in die Obstblute gewandert sind, blieben von den befürchteten Vergiftungen verschont und durften schon Ende April die Honigschleuder in Betrieb setzen.
Der Monat Mai, mit seinen kalten und regnerichen Tagen, gestattete nur einen sehr schwachen Löwenzahnertrag; die Imker mussten bis Ende Juni warten, bis endlich schönes Wetter und eine sehr gute Waltracht einsetzten, welche dank sehr günstiger und idealer Wetterbedingungen bis fast Ende Juli anhielt und somit die Jahresarbeit sehr gut belohnte. Wer eine Wanderung in die Alpenrosentracht bzw. in das Hochgebirge unternommen hatte, wurde auch gut belohnt.
Gesundheit und Königinzucht:
Trotz des sehr kalten Winters und der lang anhaltenden Kälte im Frühjahr war die Auswinterung der Bienenvölker gut und es wurden kaum Völkerverluste verzeichnet. Zum Glück hatten die Völker für ihren Bedarf ausreichenden Futtervorrat.
Große Aufregung im ganzen Tal löste die Meldung zweier Faulbrutfälle im Gadertal aus, davon einer von einem Imker, der nicht einmal Mitglied unseres Bezirkes ist. Die Bezirksleitung reagierte prompt auf dieses negativee Ereignis: es wurde ein Informationsabend einberufen, an dem fast alle Imker teilnahmen und bei welchem der Obmann und die Tierärztin Nicolina Ruggiero einen Bericht über den Stand der Faulbrut im Tal gaben; Wanderlehrer Heinrich Gufler hielt ein sehr fachliches und inhaltsreiches Referat über die Faulbrut und deren Folgen und Nebenerscheinungen, während Peter Senfter einige Tipps über die Früherkenng der Faulbrut gab.
Um flächendeckend die Situation unter Kontrolle zu haben, wurde bei allen Imkern Sammelproben eingeholt und untersucht; zum Glück war das Endergebnis sehr gut, wurden unter den eingereichten Sammelproben keine weiteren klinischen Faulbrutfälle gefunden. In der Zwischenzeit wurden die zwei Faulbrutfälle erfolgreich saniert und die Bezirksleitung ist zuversichtlich , daß die massiven Informationsabende dazu beitragen, dass sich keine weiteren Fälle unter den Mitgliedern des Bezirkes vorkommen werden. An dieser Stelle sei den Wanderlehrern Senfter Peter, Gufler Heinrich und der Tierärtzin nochmals für ihren Einsatz und Bereitschaft gedankt.
Die Varroa-Milbe hat, im Unterschied zum vorherigen Jahr, keinTribut gefordert, sodaß im Herbst sehr starke Bienenvölker vorzufinden waren. Auch im heurigen Jahr wurde vonseiten des Bezirkes die Empfehlung wiederholt, die Varrobekämpfung alle gleichzeitig und früh genug durchzuführen. Eine spätherbstliche Restentmilbung in der brutfreien Zeit durch die Oxalsäure war in jedem Fall unumgänglich.
Auf jeden Fall wird die Arbeit mit den Bienen in den kommenden Jahren immer schwieriger und problematischer, was wiederum eine kontinuierliche Ausbildung der Imker und auch eine aktive Unterstützung vonseiten der Organisationen (sprich S.I.B, Bezirke, Orstgruppen, Wanderlehrer usw.) verlangt.
Tätigkeit:
Für die Weiterbildung der Imker/innen wurde wieder Einiges organisiert. So wurden insgesamt 3 Fachvorträge organisiert.
Im ersten, abgehalten am 26.02.2010 vom Wanderlehrer Peter Senfter, wurden die verschiedensten zu verrichtenden Arbeiten mit den Bienen während des Jahres an Hand von praktischen Vorstellungen und Hinweisen erläutert; beim zweiten Fachvortrag, welcher am 26.06.2010 in Wengen stattgefunden hat, hat Wanderlehrer Senfter den anwesenden Mitgliedern und Interessierten eine praktische Vorführung der Varroabehandlung abgehalten; anschließend wurde eine kleine und recht amüsante Grillpartie organisiert, bei welcher alle noch Gelegenheit hatten, ihre Erfahrungen auszutauschen.
Am 20.08.2010 wurde, wie schon berichtet, kurzfristig und dringend ein Informationsabend in St.Martin in Thurn organisiert.
Am 03.10.2010 wurde eine Lehrfahrt nach Lazise anläßlich der Messe „I Giorni del Miele“ organisiert, an der sich über 30 Mitgliedern beteiligten.
Am 28.10.2010 wurde im Raiffeisensaal von St.Martin ein Referat abgehalten, an dem der Wanderlehrer Peter Senfter über die Hygiene im Bienenvolk berichtet hat.
Am 27.11.2010 fand in St.Martin in Thurn die 20. Ambrosiusfeier und zugleich Jahresversammlung des Imkerbezirkes statt, an der über 35 Mitgliedern teilnahmen. Dazu konnte man wiederum auch externe Gäste begrüßen, so u.a. den Bundesobmann Engelbert Pohl, den Landeswanderlehrer Andreas Platzer, sowie Bezirksobmänner und den Bürgermeister von St.Martin in Thurn. Neben dem offiziellen Teil wurde auch ein Rückblick auf die 20-jährige Tätigkeit des Bezirkes geworfen, welche von recht angenehmen und erfolgreichen Ereignissen gekennzeichnet war: am Rande seien nur die vielen Referate, Kurse und Lehrfahrten erwähnt, welche uns Imker bis nach Montecassino, in die Toskana, Piemont, Lombardei, Emila-Romagna, Bayern, Schweiz geführt haben.
Die anstehenden Neuwahlen bestätigten den gesamten Bezirksausschuss, ein Hinweis, daß in den letzten Jahren der Vorstand gut gearbeitet hat.
Im Juni war eine Gruppe von Imkern des Bezirkes Gröden in unserem Bezirk zu Besuch. Im Herbst durfte sich unser Bezirk über die erfolgreiche abgehaltene Wanderlehrerprüfung von Dr. Georg Frenner freuen; somit verfügt unser Bezirk zum ersten Mal auch über einen ladinischen Wanderlehrer.
Der Bezirksausschuß kam 2010 zweimal zusammen. Unter anderem wurden verschiedene Themen und Programme erarbeitet.
Weiters nahmen der Bezirksobmann und sein Stellevertreter an einigen Hauptversammlungen der Nachbarbezirke und an allen Sitzungen des S.I.B in Bozen teil.
Unser Bezirk hat sich, zusammen mit jenen von Bruneck, Hochpustertal und Tauferer Ahrntal, an der erfolgreichen Gestaltung und Abhaltung des Deutschsprachigen Imkerkongresses in Bruneck beteiligt.
Der Imkerbezirk hat sich im Jahr 2010 wiederum um die Organisation - Verteilung von Varroamedikamenten und Bienenfutter Cerestar gekümmert
Tätigkeitsvorschau für 2011:
Für das Jahr 2011 hat unser Bezirk folgendes Tätigkeitsprogramm vorgesehen:
- Referate und Sensibilisierung über das Thema der Faulbrut
- Kontrolle der sanitären Lage
- 1 Lehrfahrt
- Informationstage in den Grundschulen des Gadertales über die Bienenwelt, um Jugendliche an unser wunderschönes Hobby zu sensibilisieren
- Verteilung der Varroabekämpfungsmittel und Cerestar
Am Schluss sei es noch allen Aussschussmitgliedern, der Raiffeisenkasse Gadertal und den Gemeinden Abtei, Corvara und St.Martin in Thurn für ihre finanzielle Unterstützung ganz herzlich gedankt.


