Laugen-Deutschnonsberg

Vorstellung des Imkerbezirkes Laugen-Deutschnonsberg

Lage
Der Imkerbezirk Laugen-Deutschnonsberg besteht aus 131 Mitgliedern, aufgeteilt in den vier Ortsgruppen Laurein/Proveis, U.lb.F.i.Walde/St.Felix, Tisens und Lana. Sie bewirtschaften zwischen der Etsch im Osten und dem Hafmahd oberhalb Proveis im Westen, ca. 1500 Bienenvölker.

Geschichtliches
Geschichtlich geht der noch junge Imkerbezirk auf das Jahr 1981 zurück, als aus den „Bienenfreunden Lana“ zuerst die „Bienenfreunde Ackpfeif, Gfrill, Deutsch-Nonsberg“ wurden, um dann 1982 als Imkerbezirk „Laugen-Deutschnonsberg“ vom Südtiroler Imkerbund anerkannt zu werden.
Der Name „Laugen“ stammt von einem Berggipfel, der die Gemeinden Lana und Tisens mit dem Deutschnonsberg verbindet.
Mitbegründer und erster Obmann war Josef Kienzl, der 1985 die Obmannschaft an Othmar Santer abgab, der den Bezirk dann 25 Jahre lang leitete. 2010 übernahm Wanderlehrer, Ortsobmann von Lana und Gesundheitswart Markus Kienzl den Bezirk. Ihm zur Seite stehen Othmar Santer und Herbert Mairhofer als Beiräte.

Aus der Chronik des Imkerbezirkes Laugen-Deutschnonsberg
Im Frühjahr 1987 fand man erstmals die Varroa in unserem Bezirk und bereits im Bienenwinter 1988/89 kam es zu massiven Verlusten. Die Varroa ist ein Schädling, der von uns immer noch sehr viel Aufmerksamkeit abverlangt. Oberstes Gebot im Bezirk bleibt aber weiterhin, dem Konsumenten Honig als ein echtes und edles Naturprodukt auf den Frühstückstisch zu liefern.
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Die Imker des Bezirkes sind eng mit der Obstwirtschaft verknüpft, stehen doch sehr viele ihrer Völker in- bzw. am Rande von Obstwiesen.
In den Jahren 1996 bis 1998 mussten viele Imker feststellen, dass die Flugbienen vergiftet vor den Ständen lagen. Laut durchgeführten Untersuchungen handelt es sich immer um das bienengefährliche Pflanzenschutzmittel Fenitrothion. Bei mehreren Interventionen gemeinsam mit dem Südtiroler Imkerbund konnte dann 1998 erreicht werden, dass das Mittel aus dem AGRIOS-Programm genommen wurde.
2002 trat in den Kernobstanlagen des Bezirkes der Feuerbrand erstmals auf, nachdem er in anderen Gegenden unseres Landes bereits 2001 gefunden wurde. Die Imker sind dabei von „vorbeugenden Maßnahmen gegen die Verbreitung des Bakteriums durch die Bienen“ durch die Quarantäne ihrer Bienenvölker, für 48 Stunden in einem Dunkelraum oder 72 Stunden auf einer Meereshöhe von mindestens 1400 m, betroffen.
2006 breitete sich in den Obstanlagen von Lana und Tisens die Apfeltriebsucht, auch als „Besenwuchs“ bezeichnet, explosionsartig aus. Auf den befallenen Bäumen bleibt der Apfel klein und vollkommen geschmacklos. Die Übertragung erfolgt auf drei Wegen: durch den Menschen, durch Wurzelverwachsungen, durch Phloem-saugende Insekten. Zur Bekämpfung der Blattsauger (Überträger des Besenwuchses) wird je nach Zone Chlopyriphos Ethyl vor und nach der Blüte empfohlen. Bis zum heutigen Tag gab es aber kaum Auswirkungen durch dieses Mittel; Völker sollten allerdings während des Spritzens verschlossen bleiben bzw. sollten erst im letzten Moment in die Obstblüte gebracht werden.
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2010 machte unser Gesundheitswart Werner Winkler während der Jahreshauptversammlung folgende prägnante Aussage: „Auf den Bergen werden wir alle mit den Bären konfrontiert werden“. Er schnitt damit die Bärenschäden an seinem eigenen Bienenstand an der Provinzgrenze in St.Felix/Fondo und dem Stand des Delegierten Peter Kessler in Tisens (Frakt. Platzers) an. Auch im heurigen Jahr waren wiederum Plünderungen zu verzeichnen.

Es ist absolut notwendig geworden, vorbeugende Maßnahmen zum Schutze unserer Bienenstände – es handelt sich dabei um das Aufstellen von Elektrozäunen – zu treffen.

Potentielle Trachtgebiete des Bezirkes
In den niederen Berggebieten kennzeichnet die Blüte der Vogelkirsche, Obstbäume, Akazie, Linde und Kastanie den Frühling; sie ist hauptsächlich verantwortlich für eine optimale Volksentwicklung und der Imker kann oft schon vorzügliche Mischhonige ernten. Diese Frühtracht wird sehr gerne von Imkern, die ihre Bienenstände in höheren Lagen stehen haben, angewandert.
Die oftmals noch naturbelassenen Heim- und Bergwiesen unseres Bezirkes bieten ihrerseits eine weitere Nektarquelle bis die Wälder im montanen Bereich zu honigen beginnen.
Die Alpenrose kommt in den subalpinen Stufen von Tisens (Laugen), Laurein und Proveis vor. Ihre Trachtrelevanz kann als mittelmäßig eingestuft werden.
In dieser subalpinen Stufe kommt auch die Besenheide vor, die manchmal bis in den Oktober hinein honigt und so mit ihrem Nektar das Winterfutter der Völker aufbessert.
Erika blüht bereits ab Mitte Februar und trägt oft zur frühen Stärkung unserer Völker bei. Sie kommt in kalkreichen Föhrenbeständen am Vorbichl/Tisens und verteilt bis auf 2300 m ü.M. vor.

Highlight 2011: Imker geben Einblick in ihre Arbeit
● Lana läuft;
● Genussmeile Lana;
● Südtiroler Honigtage in Brixen;
● Fest der Kastanienbauern Lana;
● Festumzug mit historischen Charakter und traditionelles Törggelefest Tisens (Keschtnriggl);
● Stammtisch: Donnerstags von 17.00 bis 20.00 Uhr beim Bienenstand im Ländpark/Lana.


Unsere Ziele

Schutz unserer Bienen und ihres Lebensraumes

Schutz unserer autochthonen Bienenrasse

Vermarktung unserer edlen Honige




Kontaktadresse: famkienzl@hotmail.com


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