Lehrfahrt Bezirk Brixen 2016

Imkerbezirk Brixen - Besuch bei der Großimkerei “Castel Belfort” im Trentino
Imkerlehrfahrt ins Nonstal nach Spormaggiore

Am 2. Juni 2016 organisierte der Bezirksobmann Herr Roland Fischnaller gemeinsam mit dem früheren Bundesobmann Herrn Hubert Außerer eine Lehrfahrt nach Spormaggiore zum Imkerbetrieb „Casel Belfort“ mit rund 500 Wirtschaftsvölkern und ebenso vielen Jungvölkern.

Der Betriebsinhaber zeigte den Reiseteilnehmern seine Betriebsräume und Einrichtungen (Honigschleuderung, Cremhonigproduktion, Honigabfüllanlage und Honiglager sowie seinen Verkaufsladen).
Mit den Bienen wird nach Mittel- und Oberitalien gewandert und dadurch werden verschiedene Sortenhonige geerntet. Die gesamte Honigernte, rund 15 – 20 Tonnen/Jahr, wird als Cremhonig in verschiedenen Gläsern, zu 50gr, 250 gr, 500gr. und 1000gr. abgefüllt, etikettiert und direkt in den eigenen Geschäften am Betriebssitz und in Andalo verkauft.
Viel Honig wird in Kleinstpackungen zu 50 gr. abgefüllt und zu Geschenksverpackungen mit 3 – 6 Sortenhonigen zusammengestellt. Durch diese Art der Verpackung wird die Wertschöpfung gesteigert.
Die Verkostung der verschiedenen Honige hat die Teilnehmer beeindruckt. Verkostet wurde Waldhonig, Akatienhonig, Orangenblütenhonig, Lindenblütenhonig, Erdbeerbaumhonig (corbezzolo), Luzerneblütenhonig, Kastanienblütenhonig, Sonnenblumenhonig, Eucaliptushonig, Löwenzahnhonig und Apfelblütenhonig.
Diese Sortenvielfalt ist möglich, weil der Betrieb 10 – 15 Standorte in Italien anwandert.
Die Bienenwanderung wird rational gestaltet. Ein Anhänger wird bei der Wanderung mit 56 Dadantbeuten beladen und mit Stapler be- und entladen.
Im Obstbaugebiet des Nonstales werden Bienenvölker zur Blütenbestäubung gebracht. Als Bestäubungsprämie werden 28,00 €/Bienenvolk bezahlt.
Die Imkerei vermehrt die Königinnen für den Eigengebrauch (rund 300 – 400 Königinnen) jedes Jahr selbst.
Mit der Carnicabiene ist der Betrieb zufrieden und erfolgreich.
Großer Wert wird auf eine kontinuierliche Bauerneuerung gelegt. Zweijährige Brutwaben werden verbrannt und die Jungvölker werden mit neuen Mittelwänden, welche aus eigenem Entdeckelungswachs hergestellt werden, erneuert.
Durch die konsequente Vernichtung des alten Wabenmaterials inkl. der Rähmchen hat der Betrieb kaum Probleme mit der amerikanischen Faulbrut und andere Krankheiten.
Gegen die Varroamilbe wird Api-Bioxal und Apivar eingesetzt. Durch den ständige Bildung von Jungvölkern kann der Varroadruck in Grenzen gehalten werden.
Die Lehrfahrt war interessant und die Teilnehmer bekamen viel Neues zu sehen.
Der Nachmittag stand den Imkern zu einer Wanderung am Molvenosee zur Verfügung. Einige Teilnehmer besichtigten den „Parco Faunistico“ (Wildtiermuseum) in Spormaggiore.
Den Organisatoren des Bezirksausfluges Herrn Roland Fischnaller und Herrn Hubert Außerer sei für die gute Organisation und die nette Reisebegleitung gedankt.
Lehrfahrt Bezirk Brixen 2016
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